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Es gibt in Deutschland verschiedene Tanzsportabzeichen. Am wichtigsten in seiner Breitensportwirkung ist das

Deutsche TanzSportAbzeichen - DTSA.

Es wird bei DTSA-Prüfungen, die viele Tanzsportvereine regelmäßig veranstalten, abgelegt - daran kann übrigens jeder teilnehmen, man muss also nicht Mitglied eines Tanzsportvereins sein! Bei erfolgreicher Abnahme erhält das Paar eine Urkunde und eine Anstecknadel.

In der Regel kann man das DTSA nur ein Mal pro Jahr ablegen. Das erste Mal erhält man das DTSA in Bronze, das zweite Mal in Silber, das dritte Mal in Gold, beim fünften Mal in Gold mit Kranz und später dann das DTSA in Gold mit Kranz und Zahl, sofern es jeweils 10, 15, 20 ... Mal erfolgreich abgelegt wurde.

Im Einzelnen gelten für das DTSA folgende Regelungen:
Zur Auswahl stehen die 10 Standard- und Latein-Tänze, d. h. Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox, Quickstep, Samba, Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive. Jedes Paar kann dabei die Tänze frei wählen, und zwar:
- bei der ersten Abnahme, Bronze:3 Tänze mit jeweils 4 Figuren in leichter Choreographie.
- bei der zweiten Abnahme, Silber: 4 Tänze mit jeweils 6 Figuren in mittlerer Choreographie.
- bei der dritten und jeder weiteren Abnahme, Gold , Gold mit Kranz und Gold mit Kranz und Zahl: 5 Tänze mit jeweils 8 Figuren in anspruchsvoller Choreographie.
Eine Ausnahme bildet der Wiener Walzer: dort sind für die Abzeichen in Bronze und Silber mindestens 1 Figur und für alle anderen Abzeichen mindestens 2 Figuren zu tanzen. Die Dauer der Tänze beträgt jeweils 1 1/2 Minuten, im Wiener Walzer und Jive dagegen lediglich 1 Minute.

Die Paare werden von den Abnehmern einzeln und getrennt nach Partnern gewertet. Ein Abnehmer darf also nicht gleichzeitig mehrere Paare werten und muss außerdem jeden Partner für sich beurteilen, also nicht das Paar als Ganzes.
Für die Wertungkriterien gelten die Wertungsrichtlinien für Tanzsportturniere im DTV.

D ie Wertungsgebiete sind im Einzelnen:

 

- Musik: Takt, Rhythmus, Musikalität.
- Balancen: statische, dynamische Balance, Führung.
- Bewegungsabläufe: im Raum, im Verlauf der Energieeinheit, eines Bewegungselements.

Dabei wird jedes Wertungsgebiet gesondert beurteilt: für eine erbrachte Leistung erhält man ein Kreuz, anderenfalls eine Null. Um einen Tanz zu bestehen, muss man mindestens in den Wertungsgebieten Takt und Fuß- & Beinarbeit bzw. Takt und Körperlinien jeweils ein Kreuz erhalten haben. Dementsprechend ist ein Tanz nicht bestanden, wenn sich in der Fuß- und Beinarbeit sowie Körperlinien erhebliche Mängel zeigten. Ein Tanz gilt generell als nicht bestanden, wenn er überwiegend außer Takt getanzt wird.

Die gewählten Tänze sind grundsätzlich in einer Abnahme mit allen Tänzen nacheinander zu tanzen. Nicht bestandene Tänze können während der gleichen Abnahme noch einmal getanzt werden. Wurde dabei überwiegend außer Takt getanzt, so kann einmalig auch ein Ersatztanz gewählt werden. Es dürfen alle Figuren des DTV-Figurenkatalogs der D- und C-Klassen getanzt werden - aber keine Sorge, darauf achten dann schon die Trainer, die die Paare auf das DTSA vorbereiten. Die Abnahme erfolgt in Trainings- oder Tageskleidung, also keine Turnierkleidung!

Zwischen der Abnahme des Abzeichens in Bronze und in Silber bzw. in Silber und in Gold müssen mindestens 4 Monate liegen - bei höchstens insgesamt 2 Abnahmen pro Kalenderjahr. Danach ist in jedem Kalenderjahr nur noch eine Abnahme gestattet.

Außer in den Standard- und Latein-Tänzen kann man das DTSA ferner auch in den New Vogue Tänzen ablegen, d. h. New Vogue Slow, New Vogue Quick, New Vogue Tango und Australian Waltz. Gegebenenfalls können sogar weitere Tänze zugelassen werden.
Als Sonderregelung dürfen Jugendliche unter 18 Jahren das Abzeichen in Bronze und in Silber jeweils ein Mal wiederholen, um sie nicht zu überfordern.